Festival Community

Rock am Ring: Quo vadis?

01.06.2018 - 03.06.2018, Nürburg  Deutschland
Foo Fighters, Muse, Thirty Seconds To MarsUVM

614 Kommentare (Seite 22)


  • FBG FBG 04.06.2018 10:51 Uhr
    Hat ML auf dem Festival zu den Fans sonst noch was gesagt, außer sonntags zwischen RA & FF?

  • Bob Kelso Bob Kelso 04.06.2018 14:09 Uhr

    FBG schrieb:
    Hat ML auf dem Festival zu den Fans sonst noch was gesagt, außer sonntags zwischen RA & FF?

    Da hat er was gesagt? Gibt es da ein Video von?

  • Spaddel Spaddel 04.06.2018 17:22 Uhr
    Wird bestimmt in den nächsten Tagen rjgenewo auf YouTube auftauchen. Bekomme es auch nicht mehr hintereinander, aber Hauptaussage war ein Dankeschön an die Fans und dass man sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann, die Musik und Kommunikation...

    Hab bei der Begleitung noch Mal nachgefragt, die haben auch alle Kommunikation verstanden

  • Alaskaboy Alaskaboy 04.06.2018 17:36 Uhr
    Inhalt weiß ich auch nicht mehr so genau. Nur dass es sehr kurz war.....aus Gründen

  • blubb0r blubb0r 04.06.2018 17:37 Uhr
    Wann/wo hat Marek eigentlich dieses "besorgte Eltern" Ding gesagt?


  • schlafmuetze schlafmuetze 04.06.2018 18:01 Uhr

    blubb0r schrieb:
    Wann/wo hat Marek eigentlich dieses "besorgte Eltern" Ding gesagt?

    wohl auf der Pressekonferenz...

    "Dass es doch so viele sind, die am Ring feiern, ist für Marek Lieberberg nach den drei schwierigen Jahren nicht selbstverständlich. Es habe zuletzt ?genügend Gründe? gegeben, dass Eltern vielleicht auch einmal ein Veto gegen einen Festivalbesuch ihres Kindes einlegen."

    www.rhein-zeitung.de hinter pawall

    Denke, er hat es anders ausgedrückt...

  • BurnItDown BurnItDown 04.06.2018 22:32 Uhr
    Das mit der Kommunikation hat der bestimmt wegen dem Brief gasagt, weil neben Musik nicht als erstes Kommunikation als "Kerngeschäft" eines Festivals gehört, so interpretiere ich jedenfals diese Formulierung. Es wurde ja auch schon mehr kommuniziert.

    Das er den Brief ignoriert ist aus MLK nachvollziehbar, er will das nicht noch weiter thematisieren und gegebenenfalls konkrete Versprechungen machen müssen. Wichtig ist, er sorgt das die Kritikpunkte behoben werden. Denen, die den Brief geschrieiben und alles dazu organisiert haben, hätte ich es gegönnt, dass er auch öffentlich und auch positiv reagiert, hätte in dem er die Kritik annimmt. Aber so ist der Marek halt

  • Gizmo953 Gizmo953 05.06.2018 12:53 Uhr
    Wo ich auf dem Plan für 2019 die viele Tagesparkplätze sehe, die für Leute geplant sind, die nicht campen wollen :

    Macht es nicht mehr Sinn, die Kapazität auf ca.75.000 zu beschränken, dafür aber für jeden Tag 10.000 Tagestickets anzubieten?

    Einmal sind die Einnahmen durch die Tagestickets höher, zeitgleich können die Kosten der Campingplätze verringert werden

    Ich fand die Campingsituarion dieses Jahr extrem entspannt auf C2

    Wurde darüber schon mal diskutiert?

  • Babba Babba 05.06.2018 12:58 Uhr

    Gizmo953 schrieb:
    Wo ich auf dem Plan für 2019 die viele Tagesparkplätze sehe, die für Leute geplant sind, die nicht campen wollen :

    Macht es nicht mehr Sinn, die Kapazität auf ca.75.000 zu beschränken, dafür aber für jeden Tag 10.000 Tagestickets anzubieten?

    Einmal sind die Einnahmen durch die Tagestickets höher, zeitgleich können die Kosten der Campingplätze verringert werden

    Ich fand die Campingsituarion dieses Jahr extrem entspannt auf C2

    Wurde darüber schon mal diskutiert?

    Interessanter Gedanke, würde ich auch befürworten. Allerdings werden die Campingplätze vom Ring-Betreiber gemacht. Da wird man wenig von halten.

  • Mantis Mantis 05.06.2018 12:59 Uhr Edited
    Du kannst aber schlecht jetzt schon Tagestickets verkaufen. Weekend Tickets aber sehr wohl.
    Und mit jetzt schon verkauften Karten lässt sich besser arbeiten als mit vermeintliche 10k Tageskarten ein paar Wochen vor dem Festival.

  • masterofdisaster666 masterofdisaster666 05.06.2018 13:04 Uhr
    Ich fände es super, wenn man es generell auf 70.000 - 75.000 Leute beschränkt. Dieses Jahr war so entspannt wie nie zuvor in den über 10 Jahren zu denen ich zu Rock Am Ring fahre (Mendig mal ausgenommen)

  • blubb0r blubb0r 05.06.2018 13:48 Uhr
    @gizmo
    Sollte es jemals zu einem Treffen MLK - Briefleute kommen, würde ich dazu was ausarbeiten.

  • Gizmo953 Gizmo953 05.06.2018 15:14 Uhr

    blubb0r schrieb:
    @gizmo
    Sollte es jemals zu einem Treffen MLK - Briefleute kommen, würde ich dazu was ausarbeiten.


  • OldTimeSake OldTimeSake 05.06.2018 18:26 Uhr
    Da ich von der Ärzteeuphorie angesteckt wurde und gestern voller Enthusiasmus alle 500+ Forumbeiträge gelesen habe, habe ich mir auch mal hier angemeldet und das Bedürfnis, meine Meinung mitzuteilen. Ich bin seit 2005 auf Festivals und als Quereinsteiger zum Ring gekommen (2005-2016 Splash-Festival, also HipHop) und war einfach neugierig, Außerdem war ich nie einer dieser "Entweder-Oder"-Menschen. Von 2009-2012 war ich dann aufm Ring, bevor ich irgendwann lieber zum Hurricane-Festival gefahren bin. In dem offenen Brief und auch der Diskussion hier möchte ich einige Punkte aufgreifen:

    1. Das Festivalgelände an sich: Der Ring hat mMn nie davon gelebt,dass das Gelände supertoll ist, auch wenn ich damit einigen wahrscheinlich einen Dolch ins Herz rammen werde. Vielmehr wurde er von den Besuchern belebt. Sind wir ehrlich: Ultralange Wege zum Festival, lange Wege zwischen den Stages, Headlinerstage ist in der Breite eng und zieht sich in die Länge (habe nie wieder ein Festival erlebt, wo ich vom MainAct so weit weg stand), dazu langes Warten auf Stein und nicht auf Rasen.

    2. Was also war das anziehenste am Ring für mich? Die Community, und damit meine ich noch nicht mal das Campingplatzfeeling (kommt später), sondern der Enthusiasmus bei den Bands. Meine Fresse war das geil, selbst bei der Alterna-Stage wurde Peter Fox 2009 doppelt so laut gefeiert wie 3-4 Monate später solo in Hamburg (trotz mind. gleichhoher Besucheranzahl @Trabrennbahn. Den Rammsteinauftritt von 2010 hab ich immer noch als etwas ganz besonderes im Kopf. Mittlerweile habe ich sie 8x gesehen und kein Auftritt hatte diesen Charme, ich kann stundenlang weitererzählen, ihr wisst, was ich meine. Keine Crowd kann so feiern wie der Ring (damals? ich weiß es heute nicht mehr).

    3. Das Camping. Ich habe selten soviele Lachflashs gehabt wie mit den ganzen verrückten und offenen Leuten auf B2A, alle waren ein vermixter und verrückter Haufen und es war ein herzliches Miteinander (kann sich jemand noch an 2011 Niko mit K oder Fußwasser 0,3L = 1€ erinnern? Wenn ja, ich war ein Teil davon auf B2A, vielleicht gibt es ja noch ein paar Oldschooler, die das zufällig mitgemacht haben).

    4. Die Acts. Sicherlich gab es auf anderen Festivals hochkarätige Acts, aber der Ring hatte immer noch 1-2 noch krassere Acts, 1-2 Hammeracts, die es in D nur am Ring gab. Aber war es das allerallerwichtigste? Nein, damals nicht, seitdem hat sich einiges verändert mMn.

    Im Laufe der Zeit wurden die Ticketpreise immer teurer und gerade jemand wie ich aus dem Norden muss dann wirklich schon 3x überlegen, ob es das Gesamtpaket wert ist. Ich selbst studiere einen musikwissenschaftlichen Studiengang und habe Verständnis dafür, dass auch ein Festivalveranstalter immer mit der Zeit gehen muss. Niemand hat Bock, immer mehr Kohle für Acts hinzublättern, aber auf der anderen Seite hat sicherlich auch ein Großteil der Leute hier Spotify und die Entwicklung ist nun mal so. Aber was sind mMn die Gründe, warum der Ring nicht mehr so attraktiv ist und welche Verbesserungsvorschläge gibt es?

    1. Das größte Fiasko liegt für mich darin begründet, dass man es nicht geschafft hat, eine große familiäre Community zu erschaffen, wie es beispielsweise das Hurricane oder WOA schon seit Jahren vorbildlich zeigen. Ich war 2016 und 2017 auf dem Hurricane und habe die extremen Gewitter auf dem Campingplatz mitgemacht und es wurde hervorragend kommuniziert und mit Hochdruck gearbeitet, das am Sonntag noch Acts spielen. Alles wurde via App kommuniziert, im Festivalradio wurden die zeitnahen Infos durchgegeben und jeder Besucher hatte irgendwie das Gefühl, dass dort für die Besucher alles gegeben wird. Es ist die Art und Weise, Slogans wie: "Danke, ihr seid die Geilsten, dass ihr das mitgemacht habt (liebe Fans)" oder selbstironische T-Shirts ("Hurricane Swim Team 2016"), die einen Festivalbesucher trotz meist schwächerem LineUps auch gerne wieder dorthin gehen lassen. Und während Marek Lieberberg auf Pressekonferenzen Ausraster bekommt, wie beschissen doch die Mendiger Behörden sind oder kritisch auf die Behörden bei Terrorverdacht schimpft, macht das Hurricane Swim Team 2017 den Opening Act. Man hat es verschlafen, irgendwann von seinem "Wir-verkaufen-eh-aus-"Ross zu steigen und den Leuten mal wieder zuzuhören, denn alles in einem habe ich trotz der "wir-sind-der-Ring"-Rufe ehrlich gesagt schon seit Jahren das Gefühl, dass die Kohle stets das Wichtigste war, auch wenn es hin und wieder im Zuge von Selbstbeweihräucherungen natürlich anders dargestellt wird. Ich glaube auch nicht mehr, dass die Kassen beim Ring voll sind, aber woran liegt denn das? Sicherlich waren die letzten Jahre hart, aber der Ring hatte fast 10 satte Jahre, bei denen schon ein bisschen was rumgekommen sein muss. Damit kommen wir zu

    2. die letzten 3 Jahre waren hart und turbulent, trotzdem ist die Preisgestaltung, die natürlich kommen musste, meines Erachtens nach komplett am Besucher vorbei gestaltet worden. Beim Hurricane (und laut Freunden auch beim WOA) wurde das kommuniziert, beim Ring heißt es gefühlt "hier sind die Tickets, kauft sie, oder lasst es bleiben". Die Schmerzgrenze ist - wie hier auch schon oft gesagt wurde - langsam erreicht, was das Preisniveau angeht. Ist ja auch strange, wenn bei einem Genre wie Rock irgendwann nur noch die HighSociety dort hingehen kann.

    3. Die Aufteilung des Campings ist in meinen Augen der letzte Rotz. Ich habe keine Ahnung, wie die Entwicklung seit 2013 ist, aber ich persönlich bin nach dem Ansehen des Gelandeplans 2019 eigentlich schon wieder Anti-Ring eingestellt. Wer es schafft, die dichtesten Campingplätze komplett auf VIP-, Motorrad-und Caravantickets zu verteilen, sendet damit doch auch eine Botschaft: "Der Pöbel muss weiter laufen", zumindest fühle ich mich so. Und genau deshalb sind wir eben nicht der Ring, wir sind mittlerweile in Klassen aufgeteilt, die allerdings deutlicher zu spüren sind als bei vergleichbaren Festivals, wo es ja auch ein gewisses Splitting gibt. Aber so hart wie beim Ring ist es gefühlt nirgends.

    4. Das Act-booking: Zum Actbooking muss ich einfach auch mal hier etwas loswerden: Ich glaube nicht, dass Rock ausstirbt, oder das HipHop jetzt die "Hauptmusik" der neueren Generation ist, ABER es gibt schlicht und ergreifend fast keine Bands mehr, die diesen Überheadlinerstatus genießen und gleichzeitig auch stets ein jüngeres Publikum ansprechen. Gerade hier muss man aber sagen, dass der Ring gerne altern darf, es aber auch nicht in einem Ü50-only-Festival ausarten sollte. Soll heißen: Lasst die Center Center sein, aber haut die Alterna wirklich mit hochkarätigen Alternativen voll. Niemand braucht mehr im Jahre 2018 die Leute, die sich darüber muckieren. Beim Nova Rock kommt nachts mal n Otto, n David Hasselhoff. Warum kann es nicht einfach mal Alexander Marcus sein, oder Scooter wie beim Highfield? Irgendwas frisches, was n Namen hat und vllt. auch mal nicht dem "Rock"-Image gerecht wird, wird sich vllt. dauerhaft etablieren. Da wird sich - trotz positiver Entwicklung - immer noch zu wenig getraut. Trotzdem muss ich hier auch mal anführen, dass ich die Headlinerentwicklung der letzten Jahre durchweg als positiv begrüße, weil es halt nicht immer (nur) LinkinPark, Metallica und die Hosen waren. (Sabbath und Foo Fighters als Beispiel).

    Zusammengefasst würde ich sagen, dass das Festival, so wie es jetzt in der Gesamtentwicklung aussieht, sterben wird. Die Bestätigung von die Ärzte ist zwar begrüßenswert, aber letzten Endes doch auch nur eine Verlagerung. Die sind seit 6 jahren nicht mehr aufgetreten und deswegen hinkommen werden hauptsächlich die Hardcorefans, die i.d.R. alle ü30 sind. Was passiert aber danach? Die Leute bis 20J. waren 14, als dÄ das letzte Mal auf Tour waren. Außerdem ändert es nichts an der Tatsache, dass man beim Ring einfach immer Unmengen an Extrakosten hat, die einem noch untergejubelt hat.

    Meine Vorschläge:

    1. Macht es doch einfach wie beim Wacken. Hebt die Kosten an (Bsp. 220€ / Ticket wie beim Wacken), aber dafür ein All-In-One-Ticket (und wenn man sich dann wieder selbst um den Campingplatz kümmern muss, dann ist das halt so, aber so wie es jetzt ist, spaltet es die Community und ist zu kompliziert).

    2. Lasst Rock Rock sein, aber sucht nach geilen Alternativen abseits des Rock (und dann nicht so dumm wie z.B. Cro auf der Main als Secret-Pre-Headliner, omg. Der Junge hat echt Talent, aber gehört einfach auf einen High-Slot auf die Alterna). Traut Euch was.

    3. Communitypflege und Eingeständnissen von Fehlern werden so manche Sympathie wecken und vielleicht dazu beitragen, auch lange Ferngebliebene mal wieder an den Ring zu locken und junge Menschen aufmerksam zu machen.

    4. Ich habe lieber 2 Kracher als Headliner und dafür n stabiles Mittelfeld, wenn es ansonsten mal kostengünstiger werden kann. Beim Wacken hatte man mMn auch die besten LineUps schon hinter sich und trotzdem kommen die Leute und zahlen viel Geld. Das liegt aber auch daran, dass man n Begrüßungsbag bekommt, umsonst Duschen kann und viel abseits der Bühnen geboten bekommt.

    Das Konzept "Wir buchen 3 Hochkaräter und alles andere wird sich schon fügen" wird nicht mehr lange funktionieren, auch wenn Alt-Eingesessene Veränderungen vllt. nicht begrüßen werden. Schaut man sich als Beispiel mal das Splash-Festival an: 2005 wurde Sido dort ausgebuht, weil er ja "Achso Anti ist und alle wahren HipHopper verkauft". Würde das SplashFestival die gleiche BookingTechnik haben wie zu der Zeit, wäre es heute nicht mehrere Jahre hintereinander SoldOut. Man ist mit der jüngeren Generation gegangen und hat die Entwicklungen des Genres mitgemacht, die jüngere Generation braucht einfach keine 3TageLang Kopfnickerbeats (auch wenn ich das feiern würde ). Man hat sich auf deutsche Künstler fokussiert, aufstrebene amerikanische Künstler gebucht und ansonsten an der Community und an der Verschönerung des Geländes gearbeitet, anstatt für irrehohe Summen die amerikanischen großen Namen zu buchen. Das Konzept ging auf. Ein Freund von mir, 10 Jahre jünger als ich, kam letztes Jahr vom Ring und meinte nur "nur dumme Fressbuden und kaum Deko, wirkt einfach lieblos". Da kann man noch viel machen.

    Insgesamt würde ich wirklich gerne nochmal hinfahren, aber wenn die Community durch solche Aktionen zerstört wird, macht es dnan auch keinen Spaß mehr. Warum soll ich mir dicke Bands beim Ring angucken, wenn irgendwann nur noch Polohemdenträger neben mir die Hosen genießen?

  • Stiflers_Mom Stiflers_Mom 06.06.2018 14:45 Uhr Edited
    Während ich bereits am Ring verweilte und nicht mehr ganz Herr meiner Sinne war, erreichte uns noch eine kleine Anfrage vom Podcast "Speak Metal", die über unseren Brief berichten wollen. PoM hat sich der Sache angenommen und stand den Jungs Rede und Antwort.

    Die Folge #22 "Die Pyramide des Grauens" ist mittlerweile online und wir wünschen viel Spaß
    Anhören könnt ihr euch das Ganze hier: speak-metal.de

    Für die Faulen: So generell geht es ab Minute 37 los, nach einer Einleitung über den Wandel in der Festival- und Konzertlandschaft.

  • Bob Kelso Bob Kelso 06.06.2018 18:15 Uhr
    Ans Herz gelegt seien auch die Folgen zum W:O:A, da gibt es auch ein paar Einblicke, die vielleicht ganz spannend sind. Viele Sachen sind ja auf andere Festivals übertragbar.

    WOA Folge 1
    WOA Folge 2

  • Bob Kelso Bob Kelso 09.06.2018 16:53 Uhr
    Festival ist nun eine Woche her, weiterhin keine Reaktion von MLK. Tja. Hm.


  • hermes81 hermes81 09.06.2018 17:15 Uhr

    schrieb:
    Festival ist nun eine Woche her, weiterhin keine Reaktion von MLK. Tja. Hm.

    Naja, warum auch?
    Wenn man die Reaktionen auf das Ärzte Booking hier im Forum verfolgt, fährt der Großteil doch eh wieder hin.

  • Zwenz Zwenz 09.06.2018 23:11 Uhr

    schrieb:
    Festival ist nun eine Woche her, weiterhin keine Reaktion von MLK. Tja. Hm.

    ich denke schon das, falls eine Rekation kommt, diese erst in ein paar Wochen (oder laut MLK "in kürze") kommen wird

  • ScarlettOHara ScarlettOHara 12.06.2018 12:07 Uhr
    Für uns war es auf jeden Fall dieses Jahr das letzte Mal RAR (für absehbare Zeit). Vielleicht war ich einfach ein bisschen aufmerksamer als sonst und hab mehr auf die hier kritisierten Punkte geachtet, oder vielleicht bin ich einfach zu alt für den Scheiß...aber das war ein anstrengendes Festival.

    Da fährt man 7 Stunden hin, 7 Stunden zurück, zahlt mehrere hunderte Euro, besorgt sich extra Faltflaschen vorher usw. nur um dann auf dem Campingplatz den ganzen Tag von besoffenen Idioten genervt zu werden. Das nimmt Ausmaße an, das ist unglaublich. Wir waren schon extra auf dem Green Camping, weil wir kein Bock auf den ganzen Müll hatten und nach 10-12 Stunden auf dem Festivalgelände rumstehen auch nachts mal schlafen wollen. Aber selbst das war nicht möglich. Warum bucht man überhaupt Green Camping, wenn man seinen ganzen Müll inclusive Zelt, Schlafsack und Pavillions einfach zurücklässt?

    Und warum muss man seinen Mitmenschen den ganzen Tag auf den Sack gehen? Die Leute nebenan haben den ganzen Tag und die ganze Nacht gefeiert und gesoffen und haben jedem ungefragt ihre scheiß Musik vorgespielt. Gut, das kann man tolerieren. Aber muss ich wirklich bei jedem Gang über den Campingplatz angepöbelt, angeschrien, dumm angemacht, angelabert werden? Bin ich als Frau wirklich nur zum "Spaß haben" da? Ich glaube nicht, dass ich mir das bieten lassen muss. Und wenn dann keine Antwort kommt und die Leute sich dann beschweren, ich wäre unhöflich..ja wer macht mich denn hier dumm von der Seite an?!

    Es macht einfach keinen Spaß, wenn du gerade mal drei Stunden gepennt hast und schon ein Idiot mit Megafon über den Campingplatz läuft und seinen geistigen Dünnschiss kundtut. Und der wusste ganz genau, dass er allen auf den Sack geht. WARUM?!

    Für viele scheint Festival zu bedeuten "Hier darf ich alles machen und alles sagen, was ich sonst nie machen würde", so ein Freifahrtschein für jeglichen Unsinn. Dass wir viele Tausende Menschen auf einem Platz sind und man da irgendwie Rücksicht nehmen könnte, auf die Idee kommt irgendwie keiner. Niemand von denen würde sich Samstag in die Fußgängerzone setzen, zwei Kästen Bier trinken und dann wahllos alle Leute anlabern, Frauen hinterherstellen usw. ohne sich dabei in Grund und Boden zu schämen, oder?

    Ich hab die Konzerte genossen und war von 13 Uhr bis 3 Uhr meistens auf dem Gelände. Anders hätte ich das auch gar nicht ausgehalten bei der geballten Dummheit, die einem da ständig um die Ohren gehauen wird. Ich finde es so schade, weil ich wirklich gerne wieder kommen würde. Die Ärzte sind meine Lieblingsband und natürlich würde ich nur dafür zum Ring fahren. Aber ein weiteres Wochenende Dauerbeschallung und dämliche Anmachen..? Ich weiß nicht.

    Das war das erste Mal, bei dem ich mir gedacht habe: eigentlich ist das ganz gut mit den verschiedenen Kategorien auf den Campingplätzen. Theoretisch könnten die, die nur für Campingplatz-Partys kommen auf einen Platz und der Rest, der nur übernachten will auf einen anderen. Aber MEHR bezahlen, nur damit ich nachts pennen kann ist ja auch irgendwie total verrückt oder?

    Die Art des Publikums kann man schwerlich dem Veranstalter vorwerfen, aber wenn man in den sozialen Medien Posts wie "Erinnert ihr euch noch an euer erstes Mal Flunkyball?" sieht..naja ich denke, die wissen schon wer sich da auf den Plätzen rumtreibt. Exzessiver Alkoholkonsum scheint nicht nur von allen akzeptiert sondern auch vom Veranstalter gewollt, denn das bringt schließlich Geld rein. Dass es anstrengend ist, 24/7 von Besoffenen umgeben zu sein, scheint kein Problem zu sein, solange man selbst besoffen ist. Was tun, wenn man sich diesem kollektiven Zwang nicht beugen will?

    Ich glaube kaum, dass es auf anderen Festivals in dieser Größenordnung deutlich anders aussieht. Denn mal ehrlich, wer von denen fährt denn noch wegen der Musik auf ein Festival?

    Ich drück euch allen die Daumen, dass sich die Campingplatzsituation noch entspannen wird und das einige Dinge aus dem Brief diskutiert und umgesetzt werden. Und natürlich viel Spaß bei der besten Band der Welt!

  • sadfad sadfad 12.06.2018 12:16 Uhr Edited
    Da muss ich jetzt aber mal einhaken. Wir waren auch mit 8 Mann und Frau auf dem Green Camping Platz und es war für sowas von entspannt. Es war den ganzen Tag ruhig und auch Nachts. Keiner hat uns dumm angemacht. Ich habe noch nie so wenige betrunkene Leute gesehen...

    Wo habt ihr denn gecampt? Wir haben von dem ganzen nichts mitbekommen?! Wir waren in der Nähe des aufgestellten Funkturms...

    Habt ihr mal Securitys/Ordner deswegen angesprochen und wenn ja was haben die gesagt/gemacht?

    Vermüllte Camps habe ich leider auch 2-3 gesehen, finde ich scheiße, gibt aber anscheinend immer Idioten.

    Für uns war es auf jeden Fall das entspannteste RaR Camping auf dem wir bisher waren...
    Ich hoffe du kannst mich da ein wenig aufklären, weil wie gesagt, wir haben das alles vollkommen anders wahr genommen oder hatten auch einfach nur Glück...

    PS: An ein paar Runden Flunkyball übers Festival verteilt kann man meiner Meinung ja nichts sagen, das gehört einfach dazu. Man muss ja nicht mitmachen, aber wirklich genervt hat mich das noch nie.

  • urinella urinella 12.06.2018 12:19 Uhr

    sadfad schrieb:
    Da muss ich jetzt aber mal einhaken. Wir waren auch mit 8 Mann und Frau auf dem Green Camping Platz und es war für sowas von entspannt. Es war den ganzen Tag ruhig und auch Nachts. Keiner hat uns dumm angemacht. Ich habe noch nie so wenige betrunkene Leute gesehen...

    Wo habt ihr denn gecampt? Wir haben von dem ganzen nichts mitbekommen?! Wir waren in der Nähe des aufgestellten Funkturms...

    Habt ihr mal Securitys/Ordner deswegen angesprochen und wenn ja was haben die gesagt/gemacht?

    Vermüllte Camps habe ich leider auch 2-3 gesehen, finde ich scheiße, gibt aber anscheinend immer Idioten.

    Für uns war es auf jeden Fall das entspannteste RaR Camping auf dem wir bisher waren...
    Ich hoffe du kannst mich da ein wenig aufklären, weil wie gesagt, wir haben das alles vollkommen anders wahr genommen oder hatten auch einfach nur Glück...

    PS: An ein paar Runden Flunkyball übers Festival verteilt kann man meiner Meinung ja nichts sagen, das gehört einfach dazu. Man muss ja nicht mitmachen, aber wirklich genervt hat mich das noch nie.

    Kann ich so nur bestätigen. Wann immer man nachts von den Konzerten "nach Hause" kam, war es absolut still. Sonst habe ich auch gerne mal Oropax zum Einschlafen gebraucht, dieses Jahr konnten die aber über alle Tage im Rucksack bleiben.

  • Luddddi Luddddi 12.06.2018 12:32 Uhr
    Gut, das kann man tolerieren. Aber muss ich wirklich bei jedem Gang über den Campingplatz angepöbelt, angeschrien, dumm angemacht, angelabert werden? Bin ich als Frau wirklich nur zum "Spaß haben" da? Ich glaube nicht, dass ich mir das bieten lassen muss. Und wenn dann keine Antwort kommt und die Leute sich dann beschweren, ich wäre unhöflich..ja wer macht mich denn hier dumm von der Seite an?!
    Es macht einfach keinen Spaß, wenn du gerade mal drei Stunden gepennt hast und schon ein Idiot mit Megafon über den Campingplatz läuft und seinen geistigen Dünnschiss kundtut. Und der wusste ganz genau, dass er allen auf den Sack geht. WARUM?!

    Für viele scheint Festival zu bedeuten "Hier darf ich alles machen und alles sagen, was ich sonst nie machen würde", so ein Freifahrtschein für jeglichen Unsinn. Dass wir viele Tausende Menschen auf einem Platz sind und man da irgendwie Rücksicht nehmen könnte, auf die Idee kommt irgendwie keiner. Niemand von denen würde sich Samstag in die Fußgängerzone setzen, zwei Kästen Bier trinken und dann wahllos alle Leute anlabern, Frauen hinterherstellen usw. ohne sich dabei in Grund und Boden zu schämen, oder?
    Ich hab die Konzerte genossen und war von 13 Uhr bis 3 Uhr meistens auf dem Gelände. Anders hätte ich das auch gar nicht ausgehalten bei der geballten Dummheit, die einem da ständig um die Ohren gehauen wird. Ich finde es so schade, weil ich wirklich gerne wieder kommen würde. Die Ärzte sind meine Lieblingsband und natürlich würde ich nur dafür zum Ring fahren. Aber ein weiteres Wochenende Dauerbeschallung und dämliche Anmachen..? Ich weiß nicht.


    So ärgerlich und nicht hinnehmbar (und zwar immer, egal ob Festival oder nicht und egal wie viel Alkohol) ich das finde, aber in acht Jahren Rock am Ring ist das weder meiner Freundin noch anderen Gruppenmitgliedern so passiert. Klar gibt's da mal einen Spruch, wenn du auf dem Weg zum Festivalgelände die Straße langläufst, aber solange die oberhalb der Gürtellinie bleiben, ist da ja nix weiter dabei und man kann gut mitlachen.

    Dass es dieses Problem gibt, will ich auf keinen Fall abstreiten. Ich glaube nur nicht, dass das einen signifikanten Anteil der Besucher ausmacht. Wenn man dann genau neben den paar Idioten campt, bringt einem das halt nichts und ist genauso scheiße.
    Ich kann nur deine Beobachtungen für unsere Gruppe nicht bestätigen.

  • runnerdo runnerdo 12.06.2018 13:45 Uhr
    Bist du dir sicher das du auf dem Greencamping warst ?

    Ich habe keine Greencamping erfahrung aber das klingt eigentlich schlimmer als auf einem normalen Platz. Auf den meisten deutschen Festivals wirst du ähnliche Situationen haben.

    Ich war mit den Leuten auf dem Müllenbach sehr zufrieden. Klar sind auch da Sachen bei, wo man den kopf schüttelt aber auf einem deutlich angenehmeren Niveau.

    Sonst probiere mal das Ausland oder sowas wie A Summers Tale. Verstehe aber das Problem wenn einem das RaR Lineup am meisten zusagt

    Man kann dem Veranstalter schwer vorwerfen, wie sich die Leute benehmen und das saufen einschränken, kannst du nicht machen. Würde mich persönlich auch stören.

    Was man ihn natürlich vorwerfen kann, ist wenn gelten Regeln nicht eingehalten werden und nichts passiert.

  • JestersTear JestersTear 12.06.2018 14:13 Uhr
    Ich war auch auf dem Green Camping, eben auch, weil ich beim Camping gerne Ruhe mit meiner Gruppe habe und nicht dauerbeschallt werde, bzw andauernd von Betrunkenen umgeben sein will. Ich habe allerdings auch nichts dagegen, wenn sich andere betrinken (auch auf dem Green Camping) oder Flunkyball spielen oder Musik hören. Klar hab ich auf dem Green Camp auch Leute gesehen die sich an den Eingang gesetzt haben und jeden vorbeikommenden gefragt haben ob er/sie seine/ihre Brüste zeigt (der Kerl hats offenbar einmal geschafft, wie er später stolz berichtet hat). Sowas kann auch nerven, aber es gehört auch ein Stück weit dazu und solange niemand übergriffig wird, finde ich das auch okay.

    Ansonsten haben wir uns gut mit unseren Nachbarn gestellt und hatten auch eine sehr ruhige Umgebung. So ruhig, dass einmal um kurz nach 1 Uhr ein Ordner vorbeikam und uns, obwohl wir uns schon ruhig unterhalten haben, daran erinnert hat, das Nachtruhe ist. Wenn euer Nachbarcamp zu laut war hätte ich einen Ordner informiert oder das Camp auf die Nachtruhe aufmerksam gemacht. Ich gebe zu auch ein paar Camps gesehen und gehört zu haben, die auch nach 1 Uhr noch Musik haben laufen lassen und das hätte mich vermutlich auch gestört, wenn ich nebendran gecampt hätte. Aber alles in allem empfand ich das Green Camp deutlich ruhiger als alle anderen Camps und auch deutlich sauberer. Auch wenn es tatsächlich weniger aufgeräumt war als die letzten Jahren, was ich aber auch dem fehlenden Müllpfand zuschreibe.

    Wenn es dir ansonsten gut gefallen hat, finde ich es schade, dass eine einzige negative Erfahrung dich jetzt von einem weiteren Besuch abhält. Vielleicht erwischst du nächstes Mal ja eine wirklich ruhige Ecke

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