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Politik-Thread

eröffnet von FBG am 13.02.2006 14:16 Uhr - letzter Kommentar von urinella



  • FBG FBG 13.02.2006 14:16 Uhr

    weniger ALG für alle unter 25!


    ich frag mich, wo die ihre drogen herbekommen um auf solche scheiss ideen zu kommen
    so eine scheisse kann auch nur ein 60jähriger Politiker von sich geben, der sich sicher sein kann, dass er tausende euros an Rente in den Ar*** geschoben bekommt

    Die bösen jungen Leute können ja auch so wahnsinnig viel dafür, wenn sie nach der Ausbildung nicht von ihrem Betrieb übernommen werden. Und ohne Berufserfahrung hat man in Deutschland ja weltklasse Chancen.

    Beispiel:
    Die Klassenbeste meines Ausbildungsjahrganges wurde nicht übernommen & sortiert nun bei C&A Klamotten in die Regale. Auf Teilzeit versteht sich .... Und das mit nem Schnitt von 1,2 bei ner kaufm. Ausbildung

    Oder was soll man nach Müntes Meinung machen wenn man ausgezogen ist und mit 24 arbeitslos wird? evt. sogar wegen der tollen Einrichtung "Wehrpflicht". Soll man wieder zurück zu Mom & Daddy ziehen ??

4.096 Kommentare


  • Elli Elli 13.02.2006 15:07 Uhr
    Wie krass ist das denn??? Die gehen davon aus, dass man bis 25 noch bei seinen Eltern wohnt.

    Mmmh, in meinem Bekanntenkreis ist wohl jeder mit spätestens 23 Jahren flügge geworden.

    Die spinnen, die Politiker. Wofür zahlt man eigentlich in die Arbeitslosenversicherung ein, wenn man hinterher nichts rausbekommt?! Ich wäre damit zwar nicht mehr betroffen, aber das soll nichts heißen. Jeder sollte das Recht auf ein gewisses Maß Absicherung haben. Dabei darf man dann auch nicht bei jungen Leuten Abstriche machen.

    Bleibt mal wieder nur zu hoffen, dass sowas bis zur nächsten Wahl nicht vergessen wird.

  • Junior Junior 13.02.2006 15:22 Uhr
    Jaja junge Leute sollen mobiler sein bei ihrer Jobsuche....
    Ich glaub mehr muss man dazu kaum sagen...

  • Elli Elli 13.02.2006 15:24 Uhr
    Das ist auch ein Thema, das ich garnicht verstehen kann, wenn es um Ausbildung geht. Die Leute sollen mobiler werden und sich auch Ausbildungsplätze weiter weg suchen. Dabei sind sie die Einzigen, die keine Fahrtkostenpauschale erstattet bekommen.

  • madsteven madsteven 13.02.2006 23:46 Uhr
    Ihr Jungspunde braucht keine Angst haben, schlechter gestellt zu werden. Es würde mich nicht wundern, wenn die lieben Politiker im Zuge sozialer Gerechtigkeit auch das ALG für alle anderen "nach unten korrigieren".


  • 14.02.2006 11:00 Uhr
    Zitat:

    madsteven schrieb:
    Ihr Jungspunde braucht keine Angst haben, schlechter gestellt zu werden. Es würde mich nicht wundern, wenn die lieben Politiker im Zuge sozialer Gerechtigkeit auch das ALG für alle anderen "nach unten korrigieren".




    Also ich kann nur sagen : Jungspunde als erste zu bschneiden ist das letzte.

    Damit zwingt man junge Arbeitslose frühzeitig Arbeiten / Stellen anzunehmen für die sie teilweise schulisch überqualifiziert sind und gerade am Anfang der beruflichen Laufbahn.

    Die Bezüge für diese Altersgruppe der unter 25 jährigen ist ohnehin schon lächerlich - nun bei grandiosen 276€ im Monat. Man zwingt zudem damit die Familien dieser jungen Erwachsenen den finanziellen Mehraufwand zur Lebenserhaltung zu tragen und setzt im Endeffekt diese Gruppe nur noch mehr unter Druck.

    Auf der anderen Seite verspricht natürlich die Agentur für Arbeit den Arbeitslosen dieser Altersgruppe innerhalb von 3 Monaten ? einen neuen Arbeitsplatz / Lehrstelle zu finden.

    Das dies möglich ist wage ich zu bezweifeln - zumindest wenn es darum geht die belange der Jugendlichen zu befriedigen.

    Auf der einen Seite die Alten zur längere Arbeitszeit verdammen ( somit einzahlen in die Rentenkasse ) und die jungen erwerbslosen möglichst früh zum einzahlen bringen.

    Ist auf jeden Fall sozial brisant ! Man bedenke das mit aufkommenden Studiengebühren auch die Studienanfängerzahlen rückläufig sind - weniger Jugendliche das Studium aufnehmen wegen der Problematik der Finanzierbarkeit. Und gerade diese Jugendlichen aus vermeintlich sozial schwachen Familien dann im falle der Arbeitslosigkeit weiterhin unter Druck zu setzten führt ohne weiteres dazu das die irgendwann auch Arbeiten angenommen werden für die sie evtl. überqualifiziert sind o.Ä. - meiner Meinung nach werden damit nur Junge Menschen in Berufe gedrängt die sie lediglich annehmen um irgendwie über die Runden zu kommen.


  • Valmont Valmont 14.02.2006 11:33 Uhr
    wisst ihr, dass ist genau der grund wieso ich mit seit ca. einem jahr ernsthafte gedanken mache, nach meine rausbildung das land zu verlassen.

    mal ehrlich, mit deutschland geht es doch schwer bergab. in jeglichem sinne, ob wirtschaftlich, ob politisch oder am schlimmsten noch sozial.
    ich verstehe nicht was sich einige poltiker vortstellen, wie man einen karren im dreck (deutschland) wieder hinauszieht? es kann doch nicht sein dass seit mehreren jahren die menschen nur noch finanziell beschnitten werden.

    habt ihr in den letzen 3-5jahren auch nur ansatzweise einen finanziellen vorteil durch die heutige politik gehabt? ich wüsste nicht, was auch nur teilweise positiv zum wirtschaftlichen oder sozialen gewirkt hat..

    ältere menschen bekommen kaum noch ausreichende renten, junge menschen müssen mit noch weniger geld auskommen, studenten müssen gelder zahlen, arbeitslose bekommen noch weniger geld, die studentenzahlen gehen zurück, das normalen lebenskosten steigen von monat zu monat, der arbeitsmarkt sieht von jahr zu jahr schlechter aus, die sozialen verhältnisse werden immer schlimmer, ärzte streiken und menschen müssen auf ihre operationen warten, bahnen streiken, öffentlich bedienstete streiken, bei opel sollen wieder einige tausend arbeitsplätze abgebaut werden, bei daimler chrysler auch 6000, bei vw auch, ein großkonzern nach dem anderen geht ins ausland oder schließt ganz seine pforten, electrolux stellt seine mitarbeiter noch ein jahr frühe rauf dei straße als bisher geplant .. ET CETERA...

    kaum noch jemand kann heute bedenkenlos nachts über die straße gehen, vor allem frauen, ohne angst haben zu müssen überfallen oder angepöbelt zu werden..

    es gibt noch so viele dinge die ich hier ansprechen könnte, und wahrscheinlich noch viel mehr, von denen ich noch nichtmal ahnung hab.

    irgendwie seh ich einfach nur noch schwarz, und das meine cih sicherlich nicht politisch.. ob wir unser land nun selbst vor die hunde werfen, oder halb europa in einem atomkrieg mit einigen nahost ländern untergeht kommt aufs selbe raus, da ist momentan absolut KEINE perspektive, udn das sage ich, dem es momentan mit einem festen job, festem eigenem wohnsitz etc. noch gut geht...was müssen dann est andere denken?


  • Droogandleader Droogandleader 14.02.2006 11:46 Uhr
    Steinigt mich, aber ich finde es einfach falsch, das 16-jährige ohne Grund auf Kosten von Vater Staat aussem Elternhaus ziehen können und auf Staate's Kosten leben können !

    Wie weit man bei den Einschnitten geht ist ne andere Sache, aber handlungsbedarf besteht da allemal.

  • Valmont Valmont 14.02.2006 11:52 Uhr
    Zitat:

    Droogandleader schrieb:
    Steinigt mich, aber ich finde es einfach falsch, das 16-jährige ohne Grund auf Kosten von Vater Staat aussem Elternhaus ziehen können und auf Staate's Kosten leben können !

    Wie weit man bei den Einschnitten geht ist ne andere Sache, aber handlungsbedarf besteht da allemal.


    wie ich schon gepostet habe, handlungsbedarf besteht in viel zu vielen bereichen, als das sich da in kürze besserung einstellen könnte

  • 14.02.2006 12:04 Uhr
    Val, also das finde ich dann ein bischen zu viel Schwarzmalerei auf einmal.

    Also gemessen an dem was ich die letzten 14 Monate mitgemacht hab ... ich hätte derzeit allen Grund dazu von Perspektivlosigkeit zu sprechen, aber das entspricht nicht den Tatsachen ...

    Eigentlich kan ich mir derzeit sogar einen ziemlichen Luxus erlauben was meine persönliche Zukunft betrifft. Aber naja. Da steckt nicht Vater Staat dahinter, sondern mein Vater der das beste für mich will.

    Vater Staat - die deutsche Bürokratie und was alles dazugehört, das hat mich daran am meisten bisherig schockiert. Also bis auf einige Ausnahmen kann ich sagen das die meisten Hochschulmitarbeiter und sogar ein paar Lehrkräfte an diversen Hochschulen es nicht verdient haben als Beamte im Öffentlichen Dienst in der Verdi organisiert zu sein . Wäre ich Verdi würde ich denen verbieten in eine Dienstleistungsgewerksacht einzutreten. Und wäre ich Bildungsminister würde ich das angestaubte Hochschulrahmengesetz umkrempeln und den Professorenruf an bestimmte Bedingungen binden.

    Es kann nicht sein das Professoren seid 15 Jahren ihre gleichen Vorlesungsfolien ( Overhead ! ) runterrasseln - völlig desorganisiert. Sich dann irgendeine Studentin engagiert das in Skriptform zusammenzuschustern - und der Professor dann dieses ausführliche Skriptmaterial unter seinem Namen als Buch veröffentlich, mit dem Namen der Studentin als Coautorin. Nun liest er aus seinem buch vor und fordert alljährlich seine Studenten auf dieses Buch für teures Geld ( mit eklatanten didaktischen Mängeln ) zu kaufen.... und das nur als ein Beispiel von vielen...

    Als anders Beispiel - der kürzliche Physik Nobelpreisgewinner Haensch wollten sie in den Ruhestand verabschieden, wegen Erreichen des Rentenalters. Gang und Gebe : Mit 60+x in den Ruhestand und Pensionen kassieren - ab an eine ausländische Hochschule und weiteres Geld kassieren. Denn mit 65 Jahren sind nicht automatisch alle Intellektuellen von Demenz und Alzheimer befallen.

  • Valmont Valmont 14.02.2006 12:11 Uhr
    hmm.. ich denke schon, dass im hinblick auf unsere politik einiges an schwarzmalerei gerechtfertigt.(irgendwie is das schwarz momentan so missverständlich)

    eigentlich komtm doch jede woche eine neue hiobsbotschaft aus der politik, und von entlastung hört man auch fast jeden tag, doch stricken sich einige herrschaften ihre entlastungen so zurecht, dass es einfach nur gut klingt um so wieder seinen ruf zu verbessern bzw. seine partei in schönem licht strahlen zu lassen...

    würde dir ein bekannter poltiker einfallen, der wirklich mit leib und seele dabei ist, und dsas wohlergehen des ganzen staates über sein eigenens und das seiner partei stellt?

  • chaos_is_me chaos_is_me 14.02.2006 12:14 Uhr
    Zitat:

    Droogandleader schrieb:
    Steinigt mich, aber ich finde es einfach falsch, das 16-jährige ohne Grund auf Kosten von Vater Staat aussem Elternhaus ziehen können und auf Staate's Kosten leben können !



    ich glaub, die wenigsten ziehen mit 16 grundlos von ihren eltern weg

  • FBG FBG 14.02.2006 12:14 Uhr
    klar, es kann nicht sein, dass Leute ausziehen & Vater Staat bezahlt Wohnung, Sozialhilfe und Kindergeld.
    war bei nem bekannten leider so. noch wie was gearbeitet und somit noch keine müde mark steuern bezahlt.
    die Arbeitsamt-Vorschläge zwecks Bewerbung wurden nicht angenommen und nun bekam er seine Leistungen (vollkommen zu recht) um 100% gekürtzt.
    Tja, shit happens, aber selbst schuld

    was mich mal wieder stört, ist das alle Jugendlichen wieder über keinen Kamm geschehrt werden. Aber das ist ja ein sehr beliebtes Hobby in Deutschland:
    Jugendliche = Scheisse und damit Basta !!!

    bzgl. flexibelität:
    ich denke, da geht nicht um die km-pauschale o.ä.
    das AA verlangt vielmehr, dass man sich nen Job/Ausbildung in ner anderen Stadt sucht falls man in seiner Heimatstadt nix findet.
    Gut, klingt ja nicht mal so unvernünftig.
    Aber wer bezahlt den Umzug & die Einrichtung die man für ne erste Wohnung nun mal brauch ???
    Auch wenns das meiste alles nur gebrauchtzeugs ist, kommt da einiges an Geld zusammen. Jeder der ausgezogen ist, wird mir zustimmen.

    Gut, man macht dann seine Ausbildung in der anderen Stadt, kennzt keinen etc. Aber egal, geht ja um die berufliche Zukunft, das die scheiss faule Jugend eben auf sich.
    Nach 3 Jahren Ausbildung heisst es dann "Schön dass du die letzten 3 Jahre so billig für uns gearbeitet hast, aber schönes Leben noch!"
    Nun steht man ein paar hundert k weg vom elternhaus da ohne Arbeit und bekommt dann noch gesagt: "Blöde Jugend. wer arbeiten will findet arbeit blablabla. Bekommst aber nur 80% des ALG2!"
    was dank der großen Summen die man als Azubi verdient ein riiiiiiiesiges Vermögen ist.

    Auswandern ist ne Möglichkeit, Val.
    Aber obs in anderen Ländern wesentlich besser ist, bezweifele ich ...
    Hab darüber auch mal nachgedacht, aber kaufm. Angestellte gibts in jeden Land genug & ausser der deutschsprachigen Schweiz käme für mich auch nix in Frage.

  • NoelGallagher NoelGallagher 14.02.2006 15:13 Uhr
    Zitat:

    Valmont schrieb:
    habt ihr in den letzen 3-5jahren auch nur ansatzweise einen finanziellen vorteil durch die heutige politik gehabt? ich wüsste nicht, was auch nur teilweise positiv zum wirtschaftlichen oder sozialen gewirkt hat..


    Die Zeiten der "Vorteile" sind vorbei. Um es ganz deutlich zu sagen: Die vielen sozielen Wohltaten, die aufgebaut wurden, können wir uns nicht mehr leisten. Eigentlich muss man sagen, wir konnten sie uns nie leisten.

    Und wenn ein Steinbrück jetzt schon von Heulen und Zähneklappern redet, dann möchte ich den verantwortlichen Finanzpolitiker mal hören, wenn die geburtenstarken Jahrgänge, die jetzt noch arbeiten, erstmal in Rente gegangen sind. Das dürfte so gegen 2020-2030 seinen Höhepunkt erreichen und es lässt sich, außer durch massive Einwanderung oder geradezu explosives Wirtschaftswachstum, auch nicht mehr ändern. Neue Arbeitskräfte und -plätze fallen ja leider nicht wie Manna vom Himmel.

    Ich verschiebe den Thread mal nach "aktuelles Zeitgeschehen".

  • powertrip powertrip 16.02.2006 23:46 Uhr
    Zitat:

    Elli schrieb:


    Bleibt mal wieder nur zu hoffen, dass sowas bis zur nächsten Wahl nicht vergessen wird.



    Meinst Du ernsthaft, Wahlen würden etwas ändern?

  • Kaan Kaan 16.02.2006 23:50 Uhr ADMIN
    "Wahlen ändern nichts, sonst wären sie verboten."

  • Alfalfa83 Alfalfa83 17.02.2006 07:49 Uhr
    Zitat:

    powertrip schrieb:
    [quote]
    Elli schrieb:


    Bleibt mal wieder nur zu hoffen, dass sowas bis zur nächsten Wahl nicht vergessen wird.



    Meinst Du ernsthaft, Wahlen würden etwas ändern?
    [/quote]

  • Alfalfa83 Alfalfa83 17.02.2006 07:51 Uhr
    Wenn jeder so denkt wie du, dann bringen die Wahlen wirklich nichts.


  • FBG FBG 17.02.2006 07:54 Uhr
    lol!

    ich denke jeder wähler hofft bei ner wahl, dass danach alles besser ist. aber wann wars das letzte mal so

  • powertrip powertrip 17.02.2006 19:48 Uhr
    Zitat:

    Alfalfa83 schrieb:
    Wenn jeder so denkt wie du, dann bringen die Wahlen wirklich nichts.



    Glaub mir, sie bringen nichts. Jeder Anflug von Leidenschaft verfliegt, sobald die Typen da sind, wohin sie wollten. In der Politik verbiegen Geld und Drohungen noch jede Art von Rückgrat.

    Das einzige, was die kapieren würden, wäre, wenn eine ganze Menge Leute endlich mal was unternähmen, so wie es unsere EU-Mitbürger machen.

  • Brian86 Brian86 02.03.2006 20:38 Uhr
    Zitat:

    RECHTSCHREIBUNG

    Kultusminister verabschieden Reform der Reform

    Nach jahrelangem Streit soll wieder orthographischer Frieden einkehren: Die Kultusminister sind den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung gefolgt und haben die umstrittene Reform in mehreren Punkten abgeändert. Ein Kompromiss, auf den sich (fast) alle einigen konnten.

    Berlin - Die seit August 2005 verbindliche Rechtschreibreform wird noch einmal geändert, voraussichtlich zum letzten Mal. Die Kultusministerkonferenz (KMK) beschloss heute auf ihrer Tagung in Berlin, den jüngsten Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung zu folgen und das seit Jahren umstrittene Reformwerk noch einmal zu ändern. Die Änderungen betreffen besonders strittige Teile der Getrennt- und Zusammenschreibung, der Groß- und Kleinschreibung, der Zeichensetzung und Silbentrennung.


    Die Kultusminister wollen mit ihrem Beschluss einen Schlussstrich unter die seit mehr als zehn Jahren erbittert geführten Auseinandersetzungen um das Reformwerk ziehen. Auch Bayern und Nordrhein-Westfalen, die vor einem Jahr zunächst die Umsetzung der Rechtschreibreform an den Schulen ausgesetzt hatten, wollen nun wieder auf eine gemeinsame Linie einschwenken. Damit können ab August dieses Jahres in Deutschland wieder bundesweit an allen Schulen die gleichen Rechtschreibregeln gelten.

    Verbindlich eingeführt werden sollen die Korrekturen an allen deutschen Schulen am 1. August, dem ersten Jahrestag der Reform. Während einer einjährigen Übergangsfrist sollen sie jedoch bei der Notengebung noch nicht berücksichtigt werden.

    Der Vorsitzende des Rechtschreibrates, Hans Zehetmair (CSU) war von einer Zustimmung der KMK zu den Korrekturempfehlungen ausgegangen. Der Rat habe sich um moderate Korrekturen bemüht und damit auf die Kritik der letzten Jahre reagiert. Die eklatantesten Unebenheiten seien geglättet.

    Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte, die Korrekturempfehlungen erzeugten "mehr Erleichterung als Freude". Das Unbehagen in der Bevölkerung an der Reform habe der Rat nicht aufheben können. Dennoch scheine eine ungeliebte Reform nach endlosen Debatten nun doch noch ihren vorläufigen Abschluss zu finden.

    Die brandenburgische Kultusministerin Johanna Wanka sagte, mit den Korrekturen werde ein Teil der "Unsinnigkeiten" der Rechtschreibreform zurückgenommen. Mit ihr sei man "übers Ziel hinaus geschossen", so die CDU-Politikerin, die im vergangenen Jahr KMK-Präsidentin war.


    Wankas Kollege Jan-Hendrik Olbertz ging in seiner Selbstkritik sogar noch weiter: Der Kultusminister aus Sachsen-Anhalt plädierte dafür, dass sich die Politik künftig aus der deutschen Rechtschreibung heraushalten solle. Der parteilose Politiker sagte im Vorwege des Ministertreffens, er werde der nachgebesserten Rechtschreibreform auch deswegen zustimmen, "weil damit der gordische Knoten durchschlagen und vielleicht auch das Elend beendet ist". Der Rat für deutsche Rechtschreibung habe mit seinen Korrekturempfehlungen "eine ganze Menge Unsinn zurückgenommen". Jetzt könne man vielleicht die Lehre ziehen, "aus der Politik heraus eine solche Geschichte nicht nochmal zu machen". Er habe schon immer kritisiert, "dass sich die Politik daran macht, die Muttersprache zu normieren". Das sei ein Fehler gewesen, der aber jetzt weitgehend behoben sei. Olmertz empfiehlt der KMK, einen weiteren Beschluss zu fassen: "Wir machen so was nie wieder."

    Zeitungen wollen Reformvorschläge prüfen

    Wird nun doch noch alles gut? Schon letzte Woche hatte der Axel Springer Verlag mitgeteilt, man prüfe eine Abkehr von der alten Rechtschreibung, zu der der Verlag ("Bild", "Welt") 2004 zurückgekehrt war. Springer begrüßte ausdrücklich die vom Rat vorgelegten Empfehlungen, nun werde geprüft, ob damit "eine einheitliche reformkonforme Rechtschreibung in den Zeitungen und Zeitschriften sowie den Onlinemedien des Verlages übernommen werden kann". Auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die bereits seit 2000 wieder in alter Rechtschreibung schreibt, will die Kompromissvorschläge "sorgfältig prüfen".

    Besänftigt scheinen auch jene, die den Reformwirrwarr der letzten Jahre leidvoll mittragen mussten. Der Dachverband der Schulbuchverlage weist darauf hin, dass keine neue Reform anstehe, sondern lediglich einzelne Änderungen am Regelwerk. "Es wird eine unaufgeregte Einführung des Kompromisses geben", sagte Sprecher Rino Mikulic. Schulbücher müssen nicht eingestampft und zum 1. August neu aufgelegt werden. Zwar müssten die Sprachbücher "zügig geändert" werden, da aber in den Bundesländern momentan ohnehin einiges an Reformen für den Schulunterricht laufe, seien die Termine neuer Buchauflagen bereits entsprechend kalkuliert. "Wenn man jetzt auch noch die großen Zeitungsverlage mit ins Boot bekäme, wäre das natürlich gut und der Streit hoffentlich mal beendet."
    Ludwig Eichinger vom Rat für deutsche Rechtschreibung hofft jedenfalls, dass nun tatsächlich endlich Ruhe einkehrt. Es sei klar, dass alle, die im Rat mitgearbeitet hätten, sich einem Kompromiss verpflichtet hätten, auch wenn jeder Einzelne dabei Abstriche machen müsse, sagt der Direktor des Instituts für deutsche Sprache.

    Erz-Gegner sprechen von schweren Mängeln

    Der wohl bekannteste Gegner der Rechtschreibreform, Theodor Ickler, hatte zwar im Rat mitgearbeitet, diesem aber in der vergangenen Woche demonstrativ den Rücken gekehrt und die Korrekturvorschläge als völlig unzureichend bezeichnet. Auch die anderen in der Forschungsgruppe Deutsche Sprache zusammengeschlossenen Erz-Gegner der Reform sehen bei den Korrekturempfehlungen noch "schwere Mängel". Und der Deutsche Elternverein forderte die Kultusminister auf, die alte Rechtschreibung an Schulen wieder zuzulassen. Die Kritik an der Reform wird also wohl auch in Zukunft nicht ganz verstummen.

    Kritik erklang heute auch aus der Schweiz, die die Änderung der Reform noch nicht sofort übernehmen will, sondern die deutschen Beschlüsse erst noch bewerten möchte. Erst danach "werden wir beschließen, welche Regeln wir übernehmen und bei welchen wir Wert darauf legen, dass Abweichungen möglich sind", sagte der Präsident der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren, Hans Ulrich Stöckling, der dpa. Bisher sei die Schweizer Seite über die Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung, in dem allerdings Vertreter aller drei Länder sitzen, nicht offiziell informiert worden. Diese Kommunikation sei nicht glücklich, sagte Stöckling. Von einem Ausstieg aus dem gemeinsamen Prozess mit Deutschland und Österreich, der in einem Vorabbericht der "Welt" anklang, könne aber keine Rede sein.







  • Droogandleader Droogandleader 02.03.2006 20:45 Uhr
    AAAAAAAAAAH ! Das Reizthema Nr 1 GRRRRRRRR !!!

  • NoelGallagher NoelGallagher 08.04.2006 14:57 Uhr
    Bayern plant Ausweitung des Handy-Verbots an Schulen

    Das bayerische Kultusministerium will das geplante Handy-Nutzungsverbot auf Geräte wie MP3-Player, Walkman und Discman ausweiten. Die Neuregelung solle in das bayerische Erziehungs- und Unterrichts-Gesetz (BayEUG) aufgenommen werden, sagte am Freitag ein Ministeriumssprecher und bestätigte entsprechende Medienberichte. Das Verbot digitaler Speichermedien an bayerischen Schulen werde so allgemein formuliert, dass auch künftige technische Entwicklungen mit dem Gesetz abgedeckt würden.
    (...)

    Heise.de


  • YODArth YODArth 02.05.2006 15:40 Uhr
    Türkische Version der deutschen Nationalhymne:
    Spiegel Online


    Ich habe nichts gegen Ausländer, habe selber viele nicht deutschstämmige Freunde, aber das

  • Gerry Gerry 02.05.2006 18:25 Uhr
    war ja klar, das das wieder von den grünen kommen muss. also echt. sachen gibts.

  • Droogandleader Droogandleader 02.05.2006 18:36 Uhr
    sowas beklopptes !!!

    So werden die hier lebenden ausländer integriert
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