rr.com Album des Jahres 2015

Angel_of_Death eröffnet von Angel_of_Death am 03.12.2015 22:30 Uhr - letzter Kommentar von JestersTear

307 Kommentare (Seite 12)


  • Angel_of_Death Angel_of_Death
    Wie hört man eigentlich 242 Alben in einem Jahr und kann die auch fundiert bewerten?

  • blubb0r blubb0r
    Also wenn ich 15 Alben höre, war das n gutes Jahr für mich

  • ZERO74 ZERO74

    Angel_of_Death schrieb:
    Wie hört man eigentlich 242 Alben in einem Jahr und kann die auch fundiert bewerten?


    Meine Rede...

  • JestersTear JestersTear

    defpro schrieb:
    Insgesamt 242 Alben gehört. Bin mal gespannt, ob ich dieses Jahr auch noch die Muße habe, mir da so eine Arbeit aufzuhalsen. Geht schon eine Menge Zeit für drauf. Aber am Ende hat es sich doch gelohnt

    Waren das denn auch 242 Neuerscheinungen 2015, oder auch Alben die du dir nur neu angehört hast, die es aber schon länger gibt? Und hast du dir die alle gekauft? Wenn ja, wie machst du das? Ich will das auch machen

  • defpro defpro

    Was heisst heute eigentlich 242 Alben gehört? 242 Alben gekauft? Einzelne Songs von 242 Alben gestreamt?

    Habe eigentlich fast alle Alben gestreamt (natürlich komplett, wobei in die Bewertung nur die Standardversion ohne Bonus-Tracks eingeflossen ist). Gekauft sind davon (Stand jetzt) nur die wenigsten, wird aber noch in den nächsten Monaten nachgeholt. Dazu kommen natürlich noch kostenlose Mixtapes, von denen auch ein paar dabei waren.


    Wie hört man eigentlich 242 Alben in einem Jahr und kann die auch fundiert bewerten?

    Zur Anzahl an sich:
    Zunächst habe ich mir allgemein den Anspruch gesetzt, vermehrt in Neuveröffentlichungen reinzuhören, also nicht nur die eigenen Lieblingsbands, sondern auch Sachen, die man vom Namen schon mal gehört hat oder die gerade von der Musikpresse abgefeiert werden. Dadurch kommt eigentlich ein Großteil der Platten zustande.
    Darüber hinaus habe ich in 2015 3 Festivals besucht (Rock am Ring, Alcatraz Metal Festival und Pukkelpop + Hurricane in Planung). Bei sowas habe ich immer den Anspruch, mich in möglichst alle Sachen reinzuhören, um keine versteckten Hightlights zu verpassen (obwohl ich natürlich im Endeffekt dutzende verpasst habe ). So kommt also noch ein weiterer großer Schwung an neuen Platten dazu.
    Schlussendlich hat Hafti in 2014 mit "Russisch Roulette" meine Liebe zum (Deutsch-)Rap entfacht (habe das Genre vorher etwas stiefmütterlich behandelt und nur vereinzelt Sachen der Big Player gehört). Da der Markt im Hip-Hop-Bereich von Neuveröffentlichungen nur so überflutet wird, hat man da schon viel zu tun (wobei natürlich auch viel Schrott dabei ist).
    Ganz am Ende kamen dann auch noch ein paar Sachen aus den Jahresendlisten verschiedener Magazine dazu, die mir im Laufe des Jahres entgangen sind.

    Zum fundierten Bewerten:
    Zunächst entscheidend ist der erste Eindruck. Wenn die Platte da schon einen belanglosen oder gar schlechten Eindruck macht (oder einfach nicht meinen Geschmack treffen wie z.B. Björk, Joanna Newsom,...), dann habe ich dem ganzen meist gar keine 2. Chance mehr gegeben (ausgenommen vielleicht, wenn die Platte plötzlich von allen Kritikern abgefeiert wird, dann probier ichs nochmal). Hat mir die Platte gefallen oder ist zumindest ein potenzielles Grower-Potential da, dann gibt's auch noch mehr Durchläufe.
    Bei ein paar Sachen (gerade Veröffentlichungen im Dezember wie z.B. Baroness) hat am Ende auch einfach die Zeit nicht gereicht, um eine fundierte Bewertung abzugeben, sodass die dann rausgeflogen sind.
    Ich schätze mal, dass ich ca. 100-120 Platten regelmäßiger gehört habe. Bin aber auch nicht der Typ, der sich Alben 15x am Stück anhört, sondern eher auf Abwechslung wert legt. Sind bestimmt auch ein paar Sachen dabei, die nur 6x rotiert sind, dafür aufgrund von Eingängigkeit sehr früh gepunktet haben.


    Grundsätzlich schöne Liste, aber was soll die 32?

    Mir hat die Idee, eine Art deutsches "Watch The Throne" zu machen, ziemlich gut gefallen (auch wenn die Qualität des Vorbilds nicht erreicht wird). Gerade die erfrischenden Beats grenzen "CLA$$IC" von anderen Deutschrap-Veröffentlichen ab. Raptechnisch ist das natürlich nicht immer das Gelbe vom Ei, aber die Features liefern alle gut ab und es sind doch ein dutzen herrlich-überhebliche Lines dabei. Mit der Meinung stehe ich aber auch relativ alleine da


    Für mich waren Kendrick und Tame Impala zwei der besten Alben dieses Jahr, während mich Jamie XX komplett enttäuscht hat. So kann's gehen.

    Bei Kendrick und Tame Impala war bei mir das größte Problem die Erwartungshaltung.
    "Innerspeaker" und "Lonerism" haben für mich so einen Revolver/Sgt. Peppers-Stellenwert und es war schwer für die Band, da ranzukommen. Da auf "Currents" der Psychedelic-Anteil zugunsten eines eher poppigen Sounds zurückgefahren wurde, musste ich da anfangs schon schwer schlucken. Letztendlich komme ich auch auf meine 6 sehr guten Songs. Die unnötigen Interludes und der halbgare Rest verderben mir da ein wenig die Stimmung.
    "good kid m.A.A.d. city" ist für mich auch so ein Jahrhundertalbum. Grandiose Beats, grandiose Texte, eingängige Melodien. Auf "To Pimp A Butterfly" hat er sich ja bewusst vom musikalischen Hip-Hop-Ansatz weg zu Jazz und Funk begeben. Obwohl ich diese Genres grundsätzlich gerne höre (Kamasi Washington, der die Saxophon-Parts auf TPAB eingespielt hat, ist ja auch auf meiner Liste), hat für mich auf der Platte meist einfach der musikalische Background nicht gestimmt. Tracks wie "For Free" sind für mich einfach zu experimentell. Auch "u" ist für mich aufgrund des sehr anstrengenden Vortrags praktisch unhörbar. Demgegenüber stehen natürlich auch ein paar Songs, bei denen auch für mich alles stimmt (i, The Blacker The Berry, Alright). Textlich gibt's sowieso nichts zu meckern. Das ist ganz großes Kino (habe ich von Kendrick aber auch nicht anders erwartet). Letzen Endes verstehe und respektiere ich, was Kendrick mit dem Album vermitteln will und dass er für sowas auch mal aus dem Hip-Hop-Kontext ausbrechen muss, aber für mich wars dann einfach zu weit aus meiner Komfortzone raus. Beim nächsten Mal vielleicht wieder

  • defpro defpro

    JestersTear schrieb:

    defpro schrieb:
    Insgesamt 242 Alben gehört. Bin mal gespannt, ob ich dieses Jahr auch noch die Muße habe, mir da so eine Arbeit aufzuhalsen. Geht schon eine Menge Zeit für drauf. Aber am Ende hat es sich doch gelohnt

    Waren das denn auch 242 Neuerscheinungen 2015, oder auch Alben die du dir nur neu angehört hast, die es aber schon länger gibt? Und hast du dir die alle gekauft? Wenn ja, wie machst du das? Ich will das auch machen


    Alle 242 wurden 2015 veröffentlicht (in der Aufzählung sind LPs, Mixtapes und ein paar EPs enthalten). Gab auch glaube ich keinen Streitfall dieses Jahr (2014 war bei mir die Platte von Ásgeir auf 1, die aber schon 2013 digital auf iTunes veröffentlich wurde und sowieso nur die englische Version seines isländischen Debütalbums von 2012 war. Das war etwas kompliziert ).

    In Zeiten von Streamingdiensten kaufe ich mir eigentlich selten eine neue Platte, ohne vorher reingehört zu haben (bei so vielen Alben würde auch irgendwann die Kohle knapp werden^^). Ist natürlich schade, nicht mehr das Gefühl von früher zu haben, die Platte auszupacken und zum ersten Mal anzuhören, ohne zu wissen, was einen erwartet, aber ich habe mich mittlerweile ganz gut damit arrangiert. Muss jeder für sich selbst entscheiden

  • Mondi Mondi

    JestersTear schrieb:

    defpro schrieb:
    Insgesamt 242 Alben gehört. Bin mal gespannt, ob ich dieses Jahr auch noch die Muße habe, mir da so eine Arbeit aufzuhalsen. Geht schon eine Menge Zeit für drauf. Aber am Ende hat es sich doch gelohnt

    Waren das denn auch 242 Neuerscheinungen 2015, oder auch Alben die du dir nur neu angehört hast, die es aber schon länger gibt? Und hast du dir die alle gekauft? Wenn ja, wie machst du das? Ich will das auch machen


    Also mal zum Anhören selber. Ich habe vor drei Jahren damit begonnen, bewusst meine ganze Musiksammlung durchzuhören, damit sie auch nicht sinnlos im Regal steht und ich auch Platten, die in Vergessenheit geraten sind, wieder neu entdecke (und mich ggf. auch von manchen trenne, wobei dies wirklich so gut wie nicht vorkam). Dabei habe ich bei Buchstabe A angefangen und bis zum Ende des Alphabets durchgehört. Ich bin nun gerade fertig geworden, es hat also fast genau drei Jahre gedauert. Ich habe im letzten Jahr fast 900 verschiedene Alben gehört. Neuerscheinungen natürlich mehrfach. Dann wären es vermutlich mit den Wiederholungen über 1000 geworden. Das funktioniert, wenn man bereits in der Früh eine Scheibe einlegt, beim Joggen Musik hört, beim Weg in die Arbeit, bei der Hausarbeit. Der Schnitt liegt bei unter 3 Alben am Tag. Und heute z.B. habe ich schon die 6. Scheibe in der Rotation.

    Wenn man jetzt nur die 242 Neuerscheinungen hören würde, dann würde man das vielleicht sogar hin bekommen, dass man jedes Album viermal hört und sich dann doch einen gewissen Eindruck verschaffen kann.


  • Mondi Mondi

    Mondi schrieb:
    Na dann werden wir auch mal in das Siegeralbum reinhören. Die Postings in diesen Thread haben schon erahnen lassen, dass es eine Überaschung geben wird, da viele unterschiedliche Interpreten genannt wurden.


    So das habe ich nun gemacht. Und es reißt mich nicht vom Hocker. Ich habe schon viele gute Sachen hier in diesem Forum für mich entdecken können, das ist diesmal aber definitiv der Fall.

  • Chefpeterpaul Chefpeterpaul
    Vielen Dank an alle die immer wieder diese Listen zusammen stellen. Ich habe allein in der Top 20 paar Sachen entdeckt die ich hörenswert finde.

    Zum Thema wieviele Alben hört man so im Jahr...Ich finde alles unter hundert ziemlich erschütternd ehrlich gesagt. Das sind pro woche gerade einmal 2 Alben, was ich sehr wenig finde. Also 242 finde ich schon nachahmenswert. 900 müssen es vielleicht nicht sein. wobei ich sicherlich auch auf eine Zahl jenseits der 500 komme, hier sind aber selbstredend auch älterer Alben inbegriffen.

    Grundsätzlich: Streamingdienste lehne ich ab. Damit ist dem Künstler nicht geholfen.

    Ich kaufe Platten oder downloads und gehe auf die Konzerte und kaufe Tshirts.

    Aber hier gilt natürlich: jeder wie er kann und mag.


  • ZERO74 ZERO74
    Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Ansprüche oder Sichtweisen sind.

    Was ich bei der Arbeit, bei der Hausarbeit oder sonst wo nebenher laufen lasse, habe ich vielleicht gehört, mich aber mal keinesfalls genug damit beschäftigt, um mir darüber eine Meinung bilden zu können oder gar von mir selber zu behaupten, ich könnte hunderte von Alben in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.

    Meines Erachtens gehört sich eine qualitative Aussage erst dann, wenn ich mich mit einem Album intensiv auseinander gesetzt habe, es mindestens zwei, drei Mal BEWUSST gehört habe, mich mit den Lyrics und den Hintergründen auseinandergesetzt habe und dadurch ein komplettes Bild habe. Und das mache ich persönlich vieleicht mit 8-10 Alben im Jahr.

    Und sorry, 250 Alben so zu kritisieren, dass ich sie in eine sinnhafte Reihenfolge stelle... da überschätzt der ein oder andere in meinen Augen sein Kritikerwesen.

  • Chefpeterpaul Chefpeterpaul
    Selbstverständlich fehlt mir persönlich die Zeit, 250 Alben derart zu kritisieren, dass ich diese hernach in Reihe bringen kann. Mir ging es in meinem Kommentar nur darum zu sagen, dass 250 Alben zu hören mir nicht viel erscheint, und nicht darum diese gegeneinander zu bewerten. Ich höre einfach viel und gern Musik.

    Ich bin kein Kritiker. Ich bin Konsument und ich freue mich, dass hier viele Konsumenten in der Lage sind Ihre Top 5 des vergangenen Jahres zusammen zu bringen und dann daraus eine Top 20 erstellt wird in der ich neue Musik für mich entdecken konnte. Das ist eigentlich auch schon alles


  • buether buether
    Ein Jahr hat 365 Tage mit je 24h. Wenn ich 250 Alben kritisieren müsste (sagen wir: dafür muss man die Alben jeweils 4 mal hören) und ein Album eine durchschnittliche Länge von 45min hat, würde es 750h, dass heißt 31 Tage und 6 Stunden in Anspruch nehmen. Dass wären 11,68% vom gesamten Jahr. So viel Zeit hab ich nicht (um dass auszurechnen allerdings schon)

  • Angel_of_Death Angel_of_Death

    ZERO74 schrieb:

    Meines Erachtens gehört sich eine qualitative Aussage erst dann, wenn ich mich mit einem Album intensiv auseinander gesetzt habe, es mindestens zwei, drei Mal BEWUSST gehört habe, mich mit den Lyrics und den Hintergründen auseinandergesetzt habe und dadurch ein komplettes Bild habe. Und das mache ich persönlich vieleicht mit 8-10 Alben im Jahr.

    Und sorry, 250 Alben so zu kritisieren, dass ich sie in eine sinnhafte Reihenfolge stelle... da überschätzt der ein oder andere in meinen Augen sein Kritikerwesen.


    seh ich ganz genauso.

  • roxar roxar
    Er hat nicht 250 Alben in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht, sondern 50. Den Großteil hat er wie ich es erwartet habe vorher schon falls Belanglos/nicht nach Geschmack aussortiert. Für mich absolut nachvollziehbar.
    Außerdem hats in meinen Augen nichts mit Kritikerwesen zu tun, eine Liste derjenigen Alben aufzustellen die einem am Besten gefallen haben. Tut jeder andere hier genauso ohne sich als großer Kritiker hervorzutun. Und wenn 242 Alben gehört wurden ist nunmal auch mehr Material für eine solche Liste da.

  • defpro defpro

    ZERO74 schrieb:
    Da sieht man mal, wie unterschiedlich die Ansprüche oder Sichtweisen sind.

    Was ich bei der Arbeit, bei der Hausarbeit oder sonst wo nebenher laufen lasse, habe ich vielleicht gehört, mich aber mal keinesfalls genug damit beschäftigt, um mir darüber eine Meinung bilden zu können oder gar von mir selber zu behaupten, ich könnte hunderte von Alben in eine sinnvolle Reihenfolge bringen.

    Meines Erachtens gehört sich eine qualitative Aussage erst dann, wenn ich mich mit einem Album intensiv auseinander gesetzt habe, es mindestens zwei, drei Mal BEWUSST gehört habe, mich mit den Lyrics und den Hintergründen auseinandergesetzt habe und dadurch ein komplettes Bild habe. Und das mache ich persönlich vieleicht mit 8-10 Alben im Jahr.

    Und sorry, 250 Alben so zu kritisieren, dass ich sie in eine sinnhafte Reihenfolge stelle... da überschätzt der ein oder andere in meinen Augen sein Kritikerwesen.

    Bei dem Punkt mit dem nebenbei laufen lassen bin ich ganz bei dir. Wenn man schon beim Musikhören eine Tätigkeit nebenbei ausführt, dann darf diese die Konzentration nicht allzu sehr vom musikalischen Geschehen ablenken. Sonst hat man am Ende zwar 3 Alben gehört, aber tatsächlich nichts davon mitgenommen.

    Mit den Lyrics ist das so eine Sache: Gerade im Hip-Hop- und Folk-Bereich wird sehr viel über die Texte transportiert. Da setze ich mich auch hin und lese da parallel mit, um die Hintergründe zu verstehen (Genius ist hierfür meine erste Adresse). Andere Künstler sind für mich primär deswegen interessant, weil sie mit ihren Songs gewisse Melodien und Stimmungen vermitteln wollen. Hierbei sind die Texte (für mich zumindest) meist zweitrangig. Bei einer Band wie Disturbed z.B. würde ich nie einen tieferen Sinn hinter den Texten suchen, weil mich dieser schlicht und einfach nicht interessiert.

    Wie roxar schon geschrieben hat, habe ich nur 50 Alben in eine Reihenfolge gebracht. Die meisten Alben sind nach dem ersten Hören schon rausgeflogen. Somit minimiert sich dahingehend der Aufwand schon drastisch. Und zur Nummerierung: Wie soll man denn nach objektiven Maßstäben eine Platte von Sufjan Stevens mit der von Haftbefehl vergleichen? Die transportieren beide eine völlig andere Stimmung, haben einen anderen künstlerischen Anspruch, erwecken in mir völlig unterschiedliche Erwartungen. Letztlich stellt sich einfach nur die Frage: Welche Platte hat mich in dem Jahr am meisten begleitet? Wo konnte ich am meisten für mich rausholen? Und das kann man bis zu einem gewissen Punkt in eine grobe Reihenfolge bringen und der Rest ist eh nur Spielerei. Die Top 50-Jahreslisten der Musikpresse kommen ja auch nur dadurch zustande, dass jeder Redakteur seine Top 10 abgibt und dann zusammengeworfen wird.

  • fcfreak91 fcfreak91
    Wie können knapp 200 Alben schlechter sein als das von Schwesta Ewa?!

  • defpro defpro

    fcfreak91 schrieb:
    Wie können knapp 200 Alben schlechter sein als das von Schwesta Ewa?!


    Klar, Rap-technisch ist Ewa jetzt nicht auf Top-Niveau. Trotzdem finde ich es interessant, mal ein Rap-Album aus Frauensicht zu hören (gibts ja jetzt nicht soooo viele von). Durch ihren ehemaligen Job als Prostituierte hat Ewa als Ex-Prostituierte auf jeden Fall genug Stoff gesammelt, um 5 Alben damit zu füllen. Features von SSIO, Xatar, Marteria und Eko sind auch sehr gut und bringen ein wenig Abwechslung rein. Dazu kommen dann noch die wundervollen 90s-Beats, die so ziemlich jedes AON-Release zum Schmankerl machen.
    Negativ könnte ich dem Album nur ankreiden, dass es definitiv zu lange ist und teilweise mit ein paar peinlich-gesungen Hooks aufwartet. Aber insgesamt hat mich das Ding doch gut unterhalten.


  • maltere maltere
    Metacritic hat übrigens eine ganze Reihe Album-des-Jahres-Listen aggregiert. Kendrick Lamar ist auf 1, Sufjan Stevens auf 3: http://www.metacritic.com/feature/critics-pick-top-10-best-albums-of-2015

  • roxar roxar
    Da ist auch der Abstand der zwischen Platz 1 und 2 und die Anzahl der Nennungen für #1st place interessant. Extreme Lücke und damit sehr eindeutig
    Courtney Barnett und Father John Misty sind natürlich auch vollkommen zurecht sehr weit vorne dabei

  • Duminik Duminik
    Ich hatte mir Courtney Barnett im Laufe des letzten Jahres mal angehört, auf Grund der hohen Platzierung in vielen 'best Album Listen' nun nochmal und frage mich, was daran so begeisternd ist. Meine das absolut nicht abwertend, aber diejenigen, die das Album hier auch gewählt haben, sind es die Texte, die Stimme, das Gesamtpaket?! Für mich ein Album, welches absolut okay zum Anhören ist, aber kickt mich jetzt auch nicht unglaublich

  • load load

    Duminik schrieb:
    die Texte, die Stimme, das Gesamtpaket


    genau

  • MisterCrac MisterCrac

    Duminik schrieb:
    Für mich ein Album, welches absolut okay zum Anhören ist, aber kickt mich jetzt auch nicht unglaublich


    Sehe ich auch so...

    Im Endeffekt ist Musik immer Geschmackssache. Vielleicht war 2015 auch einfach kein besonders starkes Jahr was Alben betrifft.

  • slowdive slowdive

    Duminik schrieb:
    Ich hatte mir Courtney Barnett im Laufe des letzten Jahres mal angehört, auf Grund der hohen Platzierung in vielen 'best Album Listen' nun nochmal und frage mich, was daran so begeisternd ist. Meine das absolut nicht abwertend, aber diejenigen, die das Album hier auch gewählt haben, sind es die Texte, die Stimme, das Gesamtpaket?! Für mich ein Album, welches absolut okay zum Anhören ist, aber kickt mich jetzt auch nicht unglaublich

    _das_ herausragende merkmal sind natürlich die lyrics. die sind nämlich schlichtweg unglaublich gut und zudem sehr individuell.

  • Stebbard Stebbard
    Ja, das Album hat einfach einen so herrlich individuellen Charme, der sich positiv vom Großteil dessen, was derzeit produziert wird, abhebt.

    Zur Quantität von Musik im Jahr: Ich hatte auch mal einen unheimlich großen Konsum verschiedenster Alben, der aber auch wirklich "Konsum" war. Derzeit höre (und erwerbe) ich so 10-20 Alben im Jahr, die ich dann (in aller Regel) aber auch wirklich hinreichend höre.

    Meine Top 5 im übrigen:

    1. Courtney Barnett - Sometimes I Sit and Think, Sometimes i just Sit
    2. Torpus & the Art Directors - The Dawn Chorus
    3. The Slow Show - White Water
    4. Dan Mangan + Blacksmith - Club Meds
    5. Wilco - Star Wars

    Verschiedene Alben habe ich aber noch nicht gehört (u.a. Kurt Vile, Sufjan Stevens), von daher mag das in 1-2 Jahren ein wenig anders aussehen.

  • Marc1904 Marc1904
    Meine persönliche Album TOP 20 findet man wie immer bei Gestromt.

    Aufs Treppchen kamen jedenfalls: THE HIRSCH EFFEKT, BARONESS und SATELLITE STORIES.

    Und wer Bock hat, Gestromt noch nicht kennt und gefallen an der Seite findet, der darf diese auch gerne bei Facebook liken
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