image
kings
   Student
   Köln


1.683
  Tage dabei (18.09.2012)

102
  Kommentare

Letzte Beiträge von kings

  • kings
    kings in Coachella Festival 2017 (US)
    Tickets zu bekommen ist in der Tat nicht sehr schwer (insbesondere seit der Umstellung auf Ticketfly). Problem ist eher die Organisation:
    Es gibt 2 Vorverkäufe: Einen "presale" im Juni und dann einen "main sale" im Januar. Ich weiß leider nicht wie sich das Kontingent auf beide VVK verteilt. Der main sale im Januar kam für mich auch nie in Frage, da es mir mit der Planung dann zu riskant / kurzfristig gewesen wäre.

    Man kann bei den Tickets (wenn man zB 2 Tickets inkl. Bus Shuttle wählt) bis kurz vor dem Versenden durch den Veranstalter die Lieferadresse ändern. D.h. wenn man dann doch nicht aufs Festival kann, kann man die Tickets zB zwischen Juni und Januar bei Ebay versteigern und kann so idR die Kosten wieder reinholen, da es auch für potentielle Käufer "sicher" ist darauf zu bieten. Die Tickets werden dann einfach an die andere Adresse verschickt, eine Personalisierung o.ä. gibt es ja nicht. So hat es zB ein Kumpel von mir gemacht, dessen Tickets dann für ziemlich genau face value +10% (werden als Ebay Gebühren ja wieder abgezogen) weggegangen sind. Hat ohne Probleme geklappt.
    Sollte man aber nur im Notall so machen. Mir war zum Zeitpunkt des Ticketkaufes schon zu 90% klar, dass ich hinfliegen werde.

    Wenige Tage nach dem presale habe ich mir ein Hotel bei Hotels.com gesichert (Suche immer über Tripadvisor!) Wichtig: auf kostenlose Stornierung achten. Das geht bei Expedia / Hotels.com idR mit einem Klick. Mache ich immer dort, wenn die Reise unsicher ist. Ca. im August habe ich mir dann als Alternative ein Apartment bei AirBnb gesichert. Im November habe ich dann nochmal ein anderes Hotel gebucht, welches in den Monaten zuvor immer teurer gewesen ist. War ein unschlagbarer Preis. Daraufhin die anderen beiden Sachen storniert (AirBnb zahlt man dann nur die Reservierungsgebühr). Allgemein bekommt man recht gute Hotels mit direkter Anbindung zum Shuttle für 180-200€ pro Zimmer / Nacht (nach oben ist natürlich alles offen). Airbnb Zimmer mit separatem Zugang habe ich für 50 € / Nacht gefunden. Wichtig ist halt nur darauf zu achten, dass eure gewünschte Unterkunft in der Nähe (optimal fußläufig) zu einem vom Shuttle angefahrenen Hotel ist.
    Bezahlbar ist eigtl auch nur Palm Springs. Die ganzen kleinen Dörfer zwischen Palm Springs und Indio haben nur so Luxus-Golf-Hotelanlagen. Und ins Super8 würde ich zB freiwillig nicht gehen.

    Wir hatten einen Mietwagen, da es ja ein 2-wöchiger Roadtrip war. Wenn es nur zum Festival gehen soll, macht Mietwagen ja wenig Sinn, da der ja dann nur in Palm Springs stehen würde. Da kommt man von LA deutlich günstiger nach Palm Springs (zB "Carpoolchella" oder Greyhound Bus).

    Flüge habe ich aufgrund eines tollen Angebots im September gebucht.


  • kings
    kings in Coachella Festival 2017 (US)
    Moin zusammen,

    ich melde mich hier ja nicht allzu häufig zu Wort, da ich nicht denke, dass der x-te Rock Werchter Bericht von Interesse ist . Beim Coachella ist es vielleicht was anderes, da evtl. der ein oder andere mal mit dem Gedanken spielt, das Festival zu besuchen und da vielleicht die ein oder andere Frage aufkommt.

    Ich war vergangenes Wochenende vor Ort (das erste der beiden Wochenenden) und will hier in meinem kurzen Bericht ein paar Eindrücke schildern:

    - Lineup: Hat mich noch nie mega umgehauen, da mir aus dem großen Mix an Genres die Elektro und HipHop Acts selten zugesagt haben (eher der Indie/Pop/Rock Teil). Als dann das Lineup veröffentlich wurde, war ich eigtl sehr zufrieden. Beyonce als 'großer' Act (füllt immerhin sowohl in den USA als auch Europa mittlerweile Stadien) ok, hatte ich noch nie gesehen, da ich nie auf nen Einzelkonzert von ihr wollte. Lady Gaga als Ersatz sagte mir musikalisch deutlich mehr zu, allerdings sehe ich sie im Oktober zum dritten Mal als Einzelkonzert, also war der Coachella auftritt ihr 4. für mich. Insgesamt alles ok

    - Camping: Kann ich nicht viel zu sagen, da wir ein Hotel in Palm Springs hatten und die Bus Shuttle Variante genutzt haben. Stelle mir Camping bei frühmorgendlichen Temperaturen von 30 Grad+ eh schwierig vor. Dazu war der Shuttle Service astrein organisiert. Pro 'Bus Linie' werden immer nur max. 3-4 Hotels angefahren, weshalb man kaum Umwege fährt und idR deutlich schneller ist, als zB mitm Auto (da andere Zufahrtswege). Würde die "Bus Shuttle und Hotel" Variante so immer wieder machen! Ist natürlich teuer als Zeltcamping, aber man kann auch (bei frühzeitiger Buchung) gute Kompromisse finden (AirBnb).

    - Merch: Festival Shirts (große Auswahl) gabs für 25$, Hoodie 50$, spezielle Band Shirts zwischen 25-40$. Außerdem gibt es in der 'Boutique' limitiertes Merch sowie die bekannten "Art Prints". Wen es interessiert, ich habe mal ein paar Fotos gemacht:
    www.dropbox.com

    - Bühnen: Es gibt 2 große Outdoor Bühnen, 2 Zelte (auf der einen überwiegend Elektro Acts, auf der anderen Indie, beide vergleichbar mit dem Barn aufm Rock Werchter, jedoch etwas kleiner), das legendäre Sahara Zelt, sowie ein kleines anderes 'open air' Zelt. Fast alle Bühnen sind hinten offen, d.h. man sieht im Hintergrund immer die Palmenlandschaft - sehr chillig. Dann noch mit dem Yuma / Sonora Zelt die beiden einzig richtigen Zelte (mit Türen) auf denen jeweils Elektro (Yuma) bzw. Punk / Ska, etc. (Sonora) lief. Das Sonora war dieses Jahr zum ersten Mal, ist aber optisch baugleich mit dem Yuma.

    - Alkohol: Es gibt praktisch keine Alkoholleichen. Keine kotzenden Menschen, nirgends. Alkoholische Getränke kann man nur in den 'abgesperrten' Bereichen trinken, dh kein Bier vor der Bühne. Für den abgesperrten Bereich muss man sich jeden Tag aufs neue ein 'over 21' Band am 'ID identification' Stand holen. Preise typisch amerikanisch hoch, nicht teuer als bei anderen Konzerten. Bier 10$, Weißwein 11$, Margarita 15$. Der aktuell bescheidene Dollar Kurs hat sein übriges getan.

    - Stimmung allgemein: Der Eindruck den man von außerhalb oft bekommrt a la "auf dem Coachella geht es nicht um die Musik, sondern nur um Fashion, Mode, etc." (herrscht ja auch hier im Forum) ist in meinen Augen total falsch. Die Hipster und Instagram girls sind bereits am ersten Tag nach wenigen Stunden vergessen. Anfangs nervt es schon ein wenig, allerdings ist es auch sehr lustig. Soviel sind es aber auch gar nicht. Etwa gleichviel richtige 'Musikliebhaber' gibt es auch. Der größte Anteil sind einfach feierwütige Amis, die gute Stimmung machen. Hab das Publikum eigtl als sehr angenehm empfunden.

    - Essen: viel Auswahl, allerdings doch sehr viel Junkfood. Es wiederholt sich auch oft. Allerdings ist das Gemecker auf hohem Niveau. Im Vergleich würde ich sagen: deutsche Major Festivals < Werchter < Coachella < Glastonbury (sonst habe ich keine Vergleiche). War schon passabel! Warteschlagen waren (bis auf zu typischen Stoßzeiten) auch ok. Selbst an den kleinsten Ständen konnte man oftmals auch mit Kreditkarte zahlen. Keine Token-Kacke a la Werchter.

    - Es gibt auch ein Pfand Sammelsystem a la Werchter was aber praktisch niemand genutzt hat (20 Flachen etc. gegen 1 neues Getränk tauschen), man kann es auch gegen Merch o.ä. tauschen

    - Wasser ist kostenlos nachfühlbar an den oft überfüllten Stellen. Ansonsten ne Flasche kaltes Wasser für 2 $ - war fair.

    - Drumherum: Bei Weitem nicht so viel wie aufm Glastonbury, allerdings ein paar wenige Sachen, die zB deutlich mehr bieten als aufm Werchter: nen Plattenladen, Riesenrad sowie diverse von Firmen gesponsorte Zelte wie eine Art 'Erlebniskino', ein 'Fotostudio', etc. Außerdem gibt es auf dem Zeltplatz noch einen Teil mit Dingen wie Barber (kostenlos), 'Vintage Market', etc. , allerdings waren wir da nicht.

    - Festival Feeling: DER Pluspunkt des Coachellas. Es ist einfach super angenehm nicht an Gummistiefel, Regenponcho o.ä. denken zu müssen. Tagsüber im Gras chillen (das Festival findet ja auf einem Polo field, also einem kurz gemähten Rasen statt, super cool), abends dann bei warmem Sommerlüftchen den Headliner mit kurzer Hose und T-Shirt sehen Gefroren wird da nicht. Meine Freundin (die eigtl eher das Glasto vom Lineup her bevorzugt und beim diesjährigen Coachella vielleicht ne Handvoll Bands vorher kannte) sagte: "Das Coachella ist schon cooler als das Glastonbury". Und das soll schon was heißen.

    Noch kurz zu den Bands und der rein subjektiven Bewertung. Anmerkung: Ich habe am Ende doch teilweise ganz andere Acts gesehen als zunächst geplant, bzw. deutlich weniger Acts. Man kann halt die Energie des Festivals total gut aufsaugen, wenn man sich einfach treiben lässt und nicht von Bühne zu Bühne hetzt.

    Freitag:
    King gizzard and the lizard wizard:
    Guter Start ins Festival, war ganz nett. 3/5

    Bonobo:
    mega gut. hat gut gepasst zum Chillen aufm Rasen vor der MainStage. 4/5

    Mac DeMarco:
    nicht so meins. 2,5/5

    Father John Misty:
    War ich sehr gespannt drauf, da ich ihn unbedingt sehen wollte. Geile Bühnenpräsenz, für mich ein Highlight. 4,5/5

    The XX:
    Ich werde mit der Band nicht warm. Eigentlich perfekte Voraussetzung: Milde Temperaturen, direkt nachm Sonnenuntergang, guter Sound. Mich hats aber nicht so wirklich gepackt. 3,5/5

    Empire of the sun:
    wow, was für ein Abriss, Geile Show und deftiger Sound. Man muss aber auch sagen, dass das Sahara Zelt für solche Bands bzw solche Auftritte gemacht ist. Es war ziemlich voll, die Leute standen bis weit nach draussen. Wir waren leider so doof um nach ca der Hälfte (30 min) zu gehen, um rechtzeitig bei Radiohead zu sein, was sich als Fehler rausstellen sollte.
    5/5

    Radiohead:
    Mal abgesehen davon, dass ich 'a moon shaped pool' nicht mag, habe ich die Band auch sonst schon deutlich besser empfunden (zB in der Wuhlheide 2012). Dazu kamen einige nervige Soundprobleme zu Beginn des Sets. 3,5/5

    Samstag:
    Kaleo:
    Der aktuelle Hype ist schon zurecht. Tolles Album welches sie live sehr geil darbieten. Zelt war voll und Stimmung sehr gut. 4/5

    The Head and the heart:
    Entspannung vor der Hauptbühne. Eher so 'nebenbei' gehört. 3,5/5

    Roisin Murphy:
    Das Zelt war max bis zur Hälfte gefüllt, eher weniger. Mich hat es auch nicht wirklich gepackt. 2,5/5

    Future:
    Eigtl überhaupt nicht meine Musik, aber wie die Amis den abfeiern ist schon krass. Grandiose Stimmung. In zwei, max. drei Jahren wird er das Ding headlinen. Sind kurz vor Ende weg, daher haben wir den Gastauftritt von Drake nicht mehr gesehen. 3,5/5

    Moderat:
    Gutes Set, geile Lichtshow, Stimmung passte auch. 4/5

    Bon Iver:
    Nachdem die EuropaTour abgesagt wurde, habe ich mich auf diesen Auftritt besonders gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Für mich passte wirklich alles: Wir standen mittig nah an der Bühne mit guten Überblick auf die Leinwand. Sound überragend, Setlist ebenso. Die warmen Temperaturen abends um 21 Uhr tun bei solch einem Konzert ihr übriges. 5/5

    Lady Gaga:
    Hatte ich mich sehr drauf gefreut, da ich 'Joanne' als ihr bestes Album seit ihrem Debüt sehe. Da es das erste 'richtige' Konzert nach Album Release war, war ich gespannt auf die Umsetzung der Songs. Leider waren dann nur 3 Songs von Joanne im Set, darunter eine entsetzlich grässliche EDM Version von Million reasons (wieso nicht die tolle Akustik Klavier Version vom Superbowl?). Der Rest (Stimmung, Show, etc.) passte natürlich, aber die Tatsache dass sie ihr aktuelles Album so vernachlässigt hat, hat mich schon gestört (ich hoffe, das wird bei den Konzerten im Herbst in Deutschland anders!)
    3,5/5

    Sonntag:
    Future Islands:
    Toller, überzeugender Auftritt. Ich hatte das neue Album allerdings bis dahin erst einmal gehört. Allerdings fand ich den Auftritt deutlich besser als aufm Glastonbury 2015. Noch besser funktioniert die Band allerdings in den kleinen Clubs, von daher freue ich mich sehr auf das Konzert im Docks im November.
    4/5

    Hans Zimmer:
    Zur Exklusivität der Buchung brauche ich nichts mehr sagen. Der Auftritt an sich war dann zu 100% überzeugend. Würde die 100€ für ein Einzelkonzert wohl nicht ausgeben (insbesondere wenn ich ihn für den Preis in der Commerzbank Arena Frankfurt von der Gegentribüne sehen kann), aber auf der 'kleinen' Outdoor Stage war es überragend. Beim letzten Song des Sets (Schlussszene aus Inception) hatte ich Gänsehaut am ganzen Körper. Richtig Stark!
    5/5

    Kendrick Lamar:
    Ist der einzige Rapper, den ich mir auch privat mal anhöre . Von daher war es schon ok mit dem Headline Slot. War ein guter Auftritt, wobei ich DAMN bis dato noch gar nicht gehört hatte. 4/5

    Insgesamt:
    Meine Top 3:
    3. Empire of the sun
    2. Hans Zimmer
    1. Bon iver

    Fazit: Das Coachella sollte man als "Festival-Fan" -wie ich finde- in jedem Fall gemacht haben. Nicht nur, um sich selbst eine Meinung zu dem Festival zu bilden. Der Hype ist zurecht und in keinem Fall ein reines Hipster/Promi/Glamour, etc Festival. In den Foren sowie auf Facebook liest man ja häufig, dass das zweite Wochenende cooler sein soll, weil es dann entspannter ist und die Leute eher wegen der Musik da sind. Ich fand das erste Wochenende jetzt schon extrem cool. Alleine wegen des Festivals würde ich wohl nicht hinfliegen, dafür ist es einfach zu weit weg (und damit zu teuer). Wir haben es mit einem 2-wöchigen Kalifornien Trip verbunden. Kann ich nur empfehlen!

    Wer noch spezielle Fragen hat - einfach stellen!

    Viele Grüße


  • kings
    kings in Record Store Day
    In "der Schallplattenladen" in München waren vorhin bestimmt noch 4 Exemplare da. Bin allerdings selbst nicht mehr da und schaffe es nicht mehr nochmal vorbeizuschauen.


  • kings
    kings in Coachella Festival 2017 (US)
    Ich bin auch vor Ort. Hat noch jemand Tipps für Geheimtipps oder Must-Sees? Mein Zeitplan steht zwar eigentlich schon, wäre aber noch für Empfehlungen offen .


  • kings
    kings in Ryan Adams Tour 2017
    Zitat

    tomtom1969 schrieb:
    Kings hast du inzwischen eine Karte für RAH?

    Ja, mittlerweile sogar zwei zu viel (circle). Über die Website der RAH werden in unregelmäßigen Abständen nochmal Karten freigegeben. Nach 10x täglich F5 in den letzten 3 Wochen, bin ich vor 3 Tagen erfolgreich gewesen. (Sorry for off topic)

    On topic: München auf einem Samstag ist natürlich fein. Hamburg wird er (nachdem das Konzert im Docks 2015 sold out war) bestimmt auch nicht auslassen. Ich könnte mir den Stadtpark gut vorstellen.